Bildung in Schweden
Die schwedische Regierung legt sehr viel Wert auf Bildung und gute Betreuung der heranwachsenden Einwohner. Deshalb wird gerade in diesen Sektor sehr viel Geld investiert, was sich aber auch deutlich auszahlt; schwedische Schulkinder erzielten beim letzten PISA Test den 22. Platz weltweit.
Die Bildungskette des schwedischen Staates beginnt für Kinder bereits im Alter von nur einem Jahr, bis sie 6 sind werden sie in kostenlosen Kindergärten untergebracht, in denen sie spielen aber auch lernen und gefördert werden, verpflichtend ist der Besuch einer solchen Einrichtung jedoch nicht.
Ab dem 6. Lebensjahr besuchen die Kinder eine Gesamtschule, die sie erst mit 16 wieder verlassen. Dieser Schulabschnitt ist verpflichtend für alle Heranwachsenden und ist in drei Abschnitte gegliedert, die jedes Schulkind während seiner schulischen Ausbildung durchläuft. Nachdem sie das 9. Schuljahr beendet haben, endet die Schulpflicht. Es besteht jedoch die Möglichkeit eines Besuches einer weiterbildenden Schule, diese nehmen 63% der Schüler war. In den letzten 3 Jahren ihrer Ausbildung haben die Kinder erstmals die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und eine Richtung für den späteren Beruf einzuschlagen.
Dies ist das wohl einzige Problem der schwedischen Ausbildung; es gibt wenig Möglichkeiten, den Bildungsweg zu beeinflussen. Beispielsweise sind Kurse der höheren Mathematik nur in der 7. Schulstufe ein Semester lang für den Schüler wählbar, den Rest der Schulzeit wird jedes Kind auf gleichem Niveau in jedem Fach unterrichtet.
Erst im Alter von 12 oder 13 Jahren bekommt der Schüler mehr Auswahlmöglichkeiten und die wählbaren Fächer nehmen zu. Allerdings variiert die Anzahl der wählbaren Fächer von Schule zu Schule, so wird meist doch der Einheitsunterricht bis zum Ende der Gesamtschule beibehalten.
Erst nachdem das Kind die Pfichtschule und somit die Gesamtschule abgeschlossen hat, bekommt es eine breite Palette an Auswahlmöglichkeiten für seinen späteren Berufsweg eröffnet. Ab diesem Punkt gibt es auch die Möglichkeit einer privaten und nicht mehr staatlichen Ausbildung an verschiedensten Hochschulen.